Müritz, wir kommen!

Verfasst von Olivia Wilicki und Mira Radtke am .

Am 07. August 2021 sind wir, Mira Radtke (2008) und Olivia Wilicki (2009), mit unseren kleineren Geschwistern Ben Radtke (2011) und Felicia Wilicki (2013) zum alljährigen Müritzschwimmen in Waren (Müritz) gefahren. Die Aufregung war sehr groß, weil wir nicht so viel Erfahrung im Freiwasser hatten. In diesem Jahr fand das Volksschwimmen in Müritz zum 52. Mal statt. Unter den 750 Teilnehmer/innen waren sowohl Leistungs- als auch Freizeitsportler. Mit dabei waren sogar Athleten aus Spanien, die einen weiten Weg auf sich genommen hatten, um diesem besonderen Ereignis beizuwohnen.

Vor dem Start mussten sich alle Teilnehmer/innen ihren eigenen Rucksack abholen, wo sich eine Badekappe, ein T-shirt, eine Sonnenbrille und natürlich ein Transponder befand. Anschließend wurde die Startnummer auf den rechten Oberarm geschrieben.

Mit der roten Badekappe auf dem Kopf und dem Transponder um das Handgelenk standen wir (Olivia und Mira) nun am Start, um 1950m in der Müritz zu absolvieren. Die Wassertemperatur war 20 C° am Ufer und je tiefer man ging, desto kälter wurde es. Trotzdem ließen wir uns nicht davon verunsichern. Die zwanzig Sportler mit den schnellsten Zeiten (unter ihnen auch Mira) durften ganz nach vorne ins Wasser gehen, da wegen Corona nicht alle zusammen und gedrängt stehen durften. Die restlichen mussten vom Ufer aus starten.

Vor dem Start über die 1950m

Um 10:15 ging es dann endlich los. Der Startschuss ertönte und sobald man über eine Zeitmatte gelaufen war, fing die Zeit an zu laufen. Wir warfen die Masken in eine Tüte (nicht jedem gelang das) und fingen an ins Wasser zu laufen mit dem Gedanken, von 700 Sportlern verfolgt zu werden.

Im ersten Moment war das Wasser sehr kalt, aber mit der Zeit gewöhnte man sich daran. Anders als im Becken waren die 1950 m sehr abwechslungsreich. Hin und wieder kamen ein paar Wellen, bei denen man kurz seinen Rhythmus verlor. Man musste die ganze Zeit aufpassen, dass man in die richtige Richtung schwamm und dass man sich möglichst gut an jemandem orientierte. Nach genau 25:14,25 kam Mira ins Ziel. Drei Minuten später Olivia mit einer Zeit von 28:28,93. Für den Anschlag musste man den Transponder an eine Box halten, die ungefähr 1 m über dem Wasser war. Als wir dann am Ziel unsere Transponder abgeben mussten, dauerte es etwas länger, da wir unsere Transponder mit einem Tape an unserem Handgelenk vorsichtshalber festgeklebt hatten. Zur Freude von den Helfern, die die Transponder abmachen mussten.

Wir beide schafften es auf das Podest in unserer Altersklasse. Mira erreichte den 4. Platz und Olivia den 19. Platz in der Gesamtwertung. Wir beide waren sehr zufrieden mit unseren Leistungen. Als erster ins Ziel kam der 17-jährige Sportschüler Anton Rauch aus Potsdam. Neben den Pokalen der Erstplatzierten gab es viele Sachpreise. Darüber haben wir uns sehr gefreut.

Zwei Stunden später fing dann das Kinderschwimmen an. Es waren 400 m zu schaffen und für Ben und Feli war es das erste Mal ein Rennen in einem See zu schwimmen. Ben kam mit einer Zeit von 5:50,06 an und Feli mit einer Zeit von 8:45,08. Beide belegten den ersten Platz in ihrer Altersklasse.

Wie fanden Feli und Ben das Kinderschwimmen in der Müritz? Fragen wir sie doch mal selbst:

Interview mit Ben Radtke und Felicia Wilicki über das Kinderschwimmen in der Müritz

Zuerst einmal, wie fandet ihr es?
Ben: Es war wirklich toll. Es war anders als in der Halle zu schwimmen, aber es hat mir trotzdem Spaß gemacht.

Was war denn genau so anders?
Ben: Das Wasser war dunkler und auf dem Boden konnte man Algen sehen. Außerdem musste man immer mal wieder nach vorne gucken, um zu sehen, ob man in die richtige Richtung schwimmt!
Feli: Ja genau! Anders als bei Olivia und Mira mussten wir in einer Art Viereck schwimmen und somit immer mal wieder bei einer Boje abbiegen. Das war sehr verwirrend, aber wenigstens konnte man sich an den anderen orientieren.

Seid ihr denn zufrieden mit eurem Resultat?
Ben: Ja, auf jeden Fall! Aber eine Sekunde hätte ich bestimmt noch schneller sein können. Am Ziel habe ich ein wenig gebraucht, um den Transponder an die Box zu kriegen, da es so viele Boxen gab und man nie wusste, ob die Zeit nun wirklich gestoppt wurde oder nicht. Zum Glück stand eine Helferin an der Seite, die einem alles gezeigt hat.
Feli: Bei mir war es fast genau so. Ich hatte es mir natürlich schon von meiner Schwester abgeschaut, aber als ich dann am Ziel war, wusste ich auch nicht wohin. Ein Mädchen hatte es aber am schlimmsten!

Wieso denn?
Ben: Sie hatte ihren Transponder ans Bein gemacht und schaffte es nicht, ihr Bein so weit nach oben zu strecken!
Feli: Anschließend musste sie fast einen Handstand machen, damit ihre Zeit gestoppt wurde.

Hahaha! Wollt ihr denn nächstes Jahr wiederkommen?
Ben: Na klar! Jetzt weiß ich ja, was auf mich zukommt und ich kann mich dann darauf vorbereiten.
Feli: Das sehe ich genau so!

Drucken