DJM 2019

Endlich war es soweit, die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften fanden vom 28.05.-01.06.2019 in Berlin statt und ich durfte daran teilnehmen.

Das „Ich“ steht für mich, Taha Abu Mahfouz, Jahrgang 2007.

Mein Traum war es, irgendwann einmal an den DJM teilzunehmen - egal welche Strecke, Hauptsache dabei zu sein. Seit Monaten trainierte ich und nahm an vielen Wettkämpfen teil, um mich dafür zu qualifizieren. Nach den Norddeutschen Meisterschaften stand es fest, ich darf auf vier Strecken starten, 100m Brust, 400 m Lagen, 50m Brust und 200m Brust.

Am Dienstag, 28.05., war mein erster Tag. Voller Spannung und Aufregung fuhren wir zur Landsberger Allee. In meinem Kopf waren die Gedanken: Was, wenn ich...? Wie soll ich...? Wann kann ich...? Ich habe mich echt verrückt gemacht. Endlich kamen wir an der Halle an. Als ich meine Trainer Christopher und Jacky gesehen habe, waren die Gedanken verschwunden und ich konnte mich innerlich wieder etwas beruhigen. Jetzt nahm ich auch die ganzen Menschenmassen war, die Verkaufsstände und das Jubeln in der Wettkampfhalle. Die Tribüne vollbesetzt mit Zuschauern und die Atmosphäre war unbeschreiblich. Nachdem wir einen Sitzplatz gefunden hatten, ging ich zum Einschwimmen. Anschließend wartete ich gespannt auf meinen ersten Start, 100 m Brust. Ich absolvierte die Strecke (gut) mit einer neuen Bestzeit von 01:23,21.

Am nächsten Morgen war meine meist gefürchtete Strecke dran, und zwar die 400 m Lagen. Wir trafen uns ziemlich früh um 07:30 Uhr. Diesmal war ich nicht allein, Theresa Raabe durfte über 50m Schmetterling starten. So konnte ich meine Spannung mit ihr teilen. Mein Adrenalin stieg erst wieder, als wir aufgerufen wurden: „Jetzt sind die Männer über 400 m Lagen und im ersten Lauf ….`` Ich redete mir ein „ Du schaffst es Taha, komm!“ Das Signal ertönte und los ging es. Nach 05:38,61 Minuten schlug ich an. Ich hatte mich wieder verbessert, diesmal um 2 Sekunden. Was ich da noch nicht wusste: ich hatte mich für das Finale am Nachmittag qualifiziert. Das Gefühl im Finale dabei zu sein hat mich noch mehr motiviert. Nach einer sehr langen Pause, war es soweit. Bei den Starts war die Atmosphäre konzentrierter als am Vormittag. Ich ging zum Start und gab alles. Am Ende bin ich 6. mit einer neuen Bestzeit in meinem Jahrgang geworden.

Am Donnerstag waren die 50m Brust (meine Lieblingsstrecke) dran. Ich startete vom 20. Platz, die Konkurrenz war groß. Mit einem guten Rennen und einer Zeit von 00:37,11 konnte ich auf den 15. Platz vorrücken.

Freitag hatte ich einen Tag Pause, welcher zufällig mein 12. Geburtstag war.Am Samstag schwamm ich dann, 200 m Brust. Im Gedanken daran, dass mir Zuschauer über den Livestream zuschauten und das es mein letzten Start sein wird, zitterte mein ganzer Körper.Alle Tage sind gut gelaufen und ich war mit allen meinen Starts (Leistungen) zufrieden.Dieser Wettkampf wird in meiner Erinnerung bleiben, denn dieser Wettkampf - die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften - ist kein normaler Wettkampf. Die Atmosphäre, die jubelnden und aufgeregten Zuschauer , die Halle mit ihre Größe, die Schwimmer, welche in den Ecken Musik hören oder sich aufwärmen, die Schwimmer die neugierig auf die Anzeigetafel schauen um sich zu vergewissern ob die Konkurrenz im nächsten Lauf besser war, die Trainer, die mit Pfeifen und Stoppuhren am ganzen Körper ausgestattet sind, die Plakate, die von verschiedenen Vereinen aufgehängt wurden, das Wasserbecken, das darauf wartet, dass jemand hineinspringt, das Siegerpodest welches die drei Besten kennenlernen möchte.

Das alles auf einmal zu erleben ist wirklich einmalig. Ich hoffe, dass ich diese Momente nochmal erleben darf. Ein Traum wurde wahr.

Taha über 400m Lagen

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